Wahlprogramm 2021


Hier finden Sie unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl 2021

NACHHALTIGKEIT fördern
Nachhaltigkeit fördern
 
Für uns freie Wähler sind die nachhaltige Energienutzung, der effiziente Energieeinsatz und die Schonung von Ressourcen schon lange ein zentrales Thema. Die Politik kann dafür die Rahmenbedingungen schaffen, doch handeln müssen wir selbst. Vieles geht aber nicht von heute auf morgen, sondern muss Schritt für Schritt angepackt werden. In einem ersten Schritt sollen dazu die kommunalen Gebäude hinsichtlich Ihrer Energieeffizienz und dem Einsatz möglicher regenerativer Energien bewertet werden. Ziel ist es, unsere kommunalen Gebäude auf den neusten Stand beim Thema Energie- und Heiztechnik zu bringen. Investitionen in Energieeffizienz werden sich durch weiter steigende Energiepreise schnell amortisieren. Da die Haushaltslage der Gemeinde sehr angespannt ist, kommen Kooperationsmodelle, wie z.B. Energieeffizienz-Contracting in Frage.   Das vielfältige Beratungsangebot soll von den Gemeindegremien genutzt werden. Durch die Umsetzung geeigneter Maßnahmen soll das Erreichen der übergeordneten Klimaziele unterstützt werden. Bürgerinnen und Bürger, die dabei Eigeninitiative ergreifen, sollen beraten und unterstützt werden.
DIGITALE Gemeinde ermöglichen

Digitalisierung – so heißt eine große Herausforderung für Kommunen.

Digitalisierung sorgt dafür, dass Menschen von modernem und zeitgemäßem Bürgerservice profitieren können. Sie nutzt die technologischen Möglichkeiten, um die Lebens- und Standortqualität zu verbessern.

Der Zugang zu Verwaltungsleistungen soll für die Bürger vereinfacht werden. Daher ist eine schnelle und konsequente Umsetzung des Gesetzes zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen erforderlich.

Anträge müssen digital zur Verfügung stehen, ausfüllbar sein und zurückgesendet werden können. Ebenso muss eine Online-Zahlart angeboten werden. Der Behördengang via Internet muss nutzerorientiert, wirtschaftlich und nachhaltig gestaltet werden. Hierzu müssen die vorhandenen Angebote des bereits eingesetzten kommunalen Dienstleisters wahrgenommen und ausgeweitet werden.

Vielen Bürgern ist es wichtig an Planungs- und Entscheidungsprozessen teilhaben zu können. Daher soll ein digitaler Sitzungsdienst beauftragt werden. Dieser sorgt für mehr Transparenz und gut informierte Bürger sowie zu einer Reduzierung des Arbeitsaufwands für Mitarbeiter der Verwaltung und zur Verminderung der Papier-, Druck- und Portokosten.

STANDORT stärken

Florierendes Gewerbe und Handwerksbetriebe sind die Basis für eine gesunde Entwicklung unserer Gemeinde. Um jedoch die Ansiedlung weiterer Firmen zu ermöglichen ist die kontinuierliche Bereitstellung erforderlicher Gewerbeflächen für Interessenten eine wichtige Aufgabe, die sich erst in der Zukunft durch neue ortsnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze auszahlen wird.

Flächendeckender Glasfaserausbau und schnelles Internet sind wichtige Standortfaktoren für das Arbeiten in der Zukunft und attraktives Homeoffice. Hier sieht die FWG Weinbach noch entsprechenden Handlungsbedarf. 

Wir befürworten gleichzeitig die zur Verfügung stehenden Flächen aktiv mit einer auf Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen oder auch Startups ausgerichtete und abgestimmte Vermarktungsstrategien zu bewerben.

KITAs fit machen für die Zukunft

Kinder sind unser aller Zukunft, daher sollte auch gerade in der der Krippe und der KITA zukunftsfähig gedacht werden und vor allem alles drangesetzt werden, dass sich Kinder und Eltern „wohlfühlen“.

Neue pädagogische Konzepte und eventuelle Änderungen der Strukturen sind unerlässlich.

Die Gemeinde Weinbach hat mit der Erschaffung der “Naturgruppe Haselmäuse“ bereits den ersten Schritt gewagt. Auch die Investition und Anschaffung eines “Wichtelwagens“ kann als großer Schritt gewertet werden. Darauf gilt es aufzubauen und das Angebot weiter auszubauen und dies den Eltern und Kindern “schmackhaft“ zu machen; auch im Hinblick auf den Zuzug von Familien in unsere schöne Gemeinde.

Im Vergleich zu anderen Kommunen hat die Gemeinde schon recht flexible Betreuungszeiten. Aber jeder weiß, es könnte immer besser sein…

Eine 24-Stunden-Betreuung ist sicher nicht zu ermöglichen, aber eine bedarfsgerechte Ausweitung des Angebots der Betreuung ist denkbar. Dies ist in Abstimmung mit dem kirchlichen Träger abzuwägen. Wenn das Gesamtpaket passt, werden wir gutes Personal finden und auch dauerhaft an uns binden.

Die Gebühren für die Betreuung sind in Weinbach angemessen, wobei diese bei einer Ausweitung des Betreuungsangebotes sicherlich neu betrachtet und gegebenenfalls angepasst werden müsste.

POLITIK- + VERWALTUNGSHANDELN neu denken!

Wir setzen auf den informierten Bürger und wollen alle Entscheidungen transparent machen. Dafür wollen wir das Instrument der Bürgerversammlung nutzen. Wir halten dieses Angebot des direkten Austauschs mit den Bürgern für ein Element, das unsere demokratischen Prozesse stärkt.

Zu einer bürgernahen Verwaltung gehört eine klare Zuständigkeit für die gemeindlichen Aufgaben und Transparenz zu den Abläufen in der Verwaltung. Wir wollen ein aktuelles und für alle Bürger öffentlich zugängliches Ablaufschema / Organigramm der Gemeinde.

Aktuelle Informationen der Gemeinde sollen zeitnah digital bereitgestellt werden. Gleichzeitig halten wir es für sinnvoll, regelmäßig Mitteilungen und Informationen der Gemeinde auch schriftlich den Bürgern bereitzustellen. Dabei bietet es sich an, mit bereits vorhandenen Formaten, wie dem „Aktionsring selbständiger Weinbacher“, verstärkt zu kooperieren.

 

Gegen den Demographischen Wandel können wir nichts tun, aber wir können versuchen die Abläufe, Organisation der Verwaltung dementsprechend anzupassen.

Die technische Entwicklung, gerade die Digitalisierung von Abläufen, findet gerade heute großen Anklang. Wir müssen Abläufe optimieren und bündeln. Dies kann man durch klare Zuweisung von Abläufen, Aufgabenzuteilung geschehen. Weiter sehen wir auch ein klares der Öffentlichkeit zugängiges „Ablaufschema/Organigramm“ als zwingend notwendig.

 

Wir werden uns dafür einsetzen, dass

  • die Modernisierung weiter vorangetrieben wird
  • die Verwaltungsabläufe optimiert und ständig angepasst werden und dabei die Verwaltung sparsam und bürgerfreundlich arbeitet
  • die internetbasierende Kommunikation besser ausgebaut wird und somit eine vereinfachte Kommunikation zwischen den Bürgerinnen / Bürgern und der Gemeinde stattfinden kann
  • politische Entscheidungen den Bürgerinnen und Bürgern transparenter und plausibler dargestellt wird
FORST weiterhin zukunftssicher machen

Die Schäden durch die Trockenheit und die Borkenkäferkatastrophe ist eine Herausforderung für unseren Wald. Wir benötigen daher eine sinnvolle Strategie für die Zukunft unseres Walds.  

Wir wollen den Wald als Wirtschafts- und Erholungswald erhalten. Dafür ist ein Mischwald mit vielfältigem Baumbestand ideal, da dieser sich den örtlichen Bedingungen anpasst.

Durch das Zulassen von Totholz, Horst- und Höhlenbäume wollen wir für die Vogelbrut und viele weitere Arten Lebensräume erhalten und daneben den Wald als Wasserspeicher fördern.

Gleichzeitig setzen wir auf eine wirtschaftliche Nutzung des Waldes. Wir sichern damit auch für zukünftige Generationen das für den Bau erforderliche Konstruktionsholz. Bauen mit Holz ist nachhaltig, da jedes verbaute Holz langfristig CO2 bindet.

Den beschrittenen Weg der Eigenbeförsterung halten wir unverändert für sinnvoll, auch wenn hier regelmäßig nachgesteuert werden muss. Die Arbeitsplätze im Forst geben uns Flexibilität und müssen daher erhalten bleiben. Besonders bei Schadensereignissen hat sich gezeigt, dass dadurch sehr schnell gehandelt werden kann.

Um die Zukunft des Waldes zu sichern, müssen die Fördermittel von Land und Bund gezielt genutzt werden. Da für die neuen Windräder Waldflächen bereitgestellt wurden, sollen die Einnahmen daraus wieder in den Wald investiert werden.

ENGAGEMENT der Bürger wertschätzen

Vereine sind ein fundamentales Instrument des Gemeinwohls. Nur mit gut funktionierenden und aktiven Vereinen ist vieles in der Gemeinde erst möglich.

Insbesondere in der Jugendarbeit erfüllen sie in der Ortsgemeinschaft eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Ohne die Vereine wäre die Gemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger um einiges ärmer. Die ehrenamtliche Arbeit, die hier geleistet wird, ist unbezahlbar und wird von uns besonders wertgeschätzt.

Von daher ist es uns wichtig, das Vereinsleben zu erhalten und zu fördern. Wir wollen, dass die Attraktivität des Ehrenamtes beibehalten und idealerweise gesteigert wird.

Dazu gehört, dass wir die Kompetenz der Ortsbeiräte stärken und die Vereine gezielt unterstützen. Wir wollen die Vereinsförderrichtlinie beibehalten. Gleichzeitig soll diese aber regelmäßig überprüft und ggf. zielorientiert angepasst werden.

LEBENSRÄUME gestalten

Wohnen, Arbeiten und Leben sollen in Weinbach und seinen Ortsteilen attraktiv sein und bleiben. Eltern mit ihren Kindern, Jugendliche und Senioren sollen sich gleichermaßen wohlfühlen. Dies gelingt durch eine gezielte Innenentwicklung ohne auf eine Ausweisung neuer Bauplätze mit Augenmaß zu verzichten. Initiativen zur Ortskernbelebung – unterstützt durch öffentliche Förderprogramme – sollen genauso möglich sein, wie sich den Traum vom Eigenheim im Neubaugebiet zu erfüllen.

Spiel-, Sport-, öffentliche Plätze und Freizeitgelände für Kinder und Jugendliche bleiben durch regelmäßige Pflege und Modernisierung Anziehungspunkte für Familien. Freizeiteinrichtungen wie das Schwimmbad steigern die Attraktivität der Gemeinde und erhalten die volle Unterstützung der FWG.

Wir betrachten die Landschaft um Weinbach und seine Ortsteile herum als eines der wichtigsten Güter der Gemeinde, die wir auf jeden Fall erhalten wollen. Unsere Gewässer, Wälder und die Feldmark sind für die Bürgerinnen und Bürger und auch für unsere Gäste äußerst wichtig.

Wir befürworten daher ein aktives touristisches Marketing auf der Grundlage eines auszuarbeitenden Marketingkonzeptes, um auch in Sachen Tourismus in Zukunft besser aufgestellt zu sein.

SOLIDE FINANZEN erarbeiten

Solide Finanzen sind die Basis für eine gesunde Weiterentwicklung und eine positive Zukunft für unsere Gemeinde. Dabei gilt es die Einnahmen im Blick und die Ausgaben im Griff zu halten.

Um solide Finanzpolitik gestalten zu können, ist eine Kosten- und Leistungsrechnung zwingend erforderlich. Durch die gewonnenen Erkenntnisse können gezielt Einsparpotentiale identifiziert und Investitionen getätigt werden, um somit Kosten langfristig zu senken.

Nur die Einnahmen an die Ausgaben anzupassen, zum Beispiel mit Steuererhöhung, ist nach unserer Auffassung nicht das Zukunftsmodell. Ein „blauäugiges“ weiter so wird es mit uns nicht geben.

Interkommunale Zusammenarbeit kann zur Kostensenkung beitragen und sollte, wo es möglich ist, genutzt werden. Hierfür ist das Vertrauen zwischen den Partnern eine wichtige Voraussetzung.

Wir machen uns stark für die Zukunft Weinbachs

Die FWG Weinbach ist und bleibt ein verlässlicher Partner für alle Belange zum Wohle der Gemeinde und ihrer kleinen und großen Bürgerinnen und Bürger.

Wir stehen für eine gute Zusammenarbeit aller gemeindlichen Gremien.

Wir stehen dafür, dass unsere Gemeinde heute und in Zukunft „liebenswert – lebenswert“ bleibt, und sie sich „wirtschaftlich – modern“ weiterentwickelt.

Wir richten uns dabei in verlässlicher Weise weiterhin an der sachlichen Notwendigkeit und nicht an parteipolitischen Zwängen aus.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass

  • die Modernisierung der Gemeinde weiter vorangetrieben wird
  • die Verwaltungsabläufe optimiert und ständig angepasst werden und dabei die Verwaltung sparsam und bürgerfreundlich arbeitet
  • die internetbasierte Kommunikation besser ausgebaut wird und somit eine vereinfachte Kommunikation zwischen den Bürgerinnen/Bürgern und der Gemeinde stattfinden kann
  • politische Entscheidungen den Bürgerinnen und Bürgern transparent gemacht und plausibel dargestellt werden